Headline PERSONALBERATUNG GmbH

Holzhausenstr. 19
D-60322 Frankfurt am Main

Telefon ( 069 ) 77 06 07 0

mail@headline-personalberatung.de

<-^->Die KopfjägerinECONY
www.econy.de
 
Eure Rede aber sei: ja, ja oder nein, nein., was darüber ist, das ist von Übel. Der Satz des heiligen Matthäus könnte auch von der rotblonden Frau stammen die entspannt und dennoch konzentriert an ihrem Schreibtisch sitzt. Wahrhaftigkeit lautet das Credo der Headhunterin Heidi Schlembach. Das ist in einer Branche, deren erstes Gebot lautet: der Kunde hat immer recht, ungewöhnlich. Doch die Frau ist ohne dies eine Ausnahme und das ist Teil ihres Erfolges. Das Wort nein hat mich schon zu vielen guten Dingen geführt sagt sie lachend. Zur eigenen Firma zum Beispiel, die sie vor zwölf Jahren gründete. Headline - Personalberatung. Der Name ist Programm. Hier geht es um Kopf und Kragen - kluge Köpfe in weißen Kragen. Die werden von ihr gesucht und gefunden.

Die Kopfjagd ist nicht einfach in der wirtschaftsstarken Rhein-Main-Region, wo rund einhundert Personalberatungsfirmen - Global Player und Einzelkämpfer - ihre meist männlichen Fänger auf die Pirsch schicken. Da liegt es nahe, den Unterschied zum Firmenprinzip zu erheben. Das sind: Intensive Beratung, die nach einer Positionierung nicht zu Ende ist, intensive Kenntnis der Unternehmen die sie berät, um die richtigen zu finden und das richtige Gespür für Menschen.

Die Wertarbeit hat sich herumgesprochen. Ihre Kundenliste liest sich wie das Who is who der internationalen Wirtschaft. Unternehmen - wie A.C. Nielsen, Andersen Consulting, British Airways, Crédit Lyonnais, PriceWaterhouseCoopers, J.P. Morgan oder Saatchi & Saatchi , lassen inzwischen Spitzenpositionen von Headline besetzen und sie alle schätzen, neben der Beratung auch das Gespräch mit ihr, das durchaus über das Tagesgeschäft hinausgehen kann. Da sitzt dann die Personalexpertin schon mal zusammen mit einem Kunden auf der Terasse ihres office, mit Blick in den verwilderten Garten, und diskutiert mit ihm über Gott und die Welt.

Standort ihrer Firma ist das Westend, Nobeladresse für internationale Banken, Agenturen, und Sozietäten. Die alte Villa strahlt noch immer den Glanz einer vergangenen Epoche. In den hohen Räumen mit dem wenigen Mobiliar kann man einen Augenblick die Hektik in der Banken- und Börsencity vergessen. Vor dem Eingang der Headline-Räume sitzt ein eiserner Frosch und sperrt das Maul auf um alle negativen Gedanken, allen Ärger und alle Ängste der Kunden und Kandidaten zu schlucken, wie die Headline-Chefin lachend erzählt. Der eiserne Geselle ist ein Geschenk und erfüllt einen ähnlichen Zweck wie die Fußmatte vor der Tür. Man kann schlechte Dinge abstreifen. Als nächstes nimmt office-managerin Frauke Schmidt die Besucher in ihre Obhut. Seit rund vier Jahren hält die Mitarbeiterin ihrer Chefin den Rücken frei, die sich ihrerseits mit einem freundlichen Betriebsklima und guten Gesprächen bedankt. Und dann ist da noch Donna, die mit vier Beinen fest im Büroalltag, das Maskottchen der Truppe. In entspannter Arbeitsatmosphäre sind einige der Youngsters, wie Frauke Schmidt die jungen Researcher nennt. Die studierten Juristen, und BWLer sind per Telefon auf der Pirsch - identifizieren und kontaktieren. Verschwiegenheit, Fingerspitzengefühl aber auch Souveränität sind Voraussetzungen bei der Annäherung. Denn häufig verhalten sich die Gesuchten nicht wie erwartet, sei es aus Unsicherheit, sei es, weil sie in einer Situation erwischt werden in der sie nicht reden können. Manch einer hat Interesse zu wechseln, aber gleichzeitig Angst, als Job-hopper identifiziert zu werden, erklärt die Personalberaterin. In solchen Situationen kommt es auf die Headhunter und ihr Geschick an. Mitunter aber helfen weder Einfühlungsvermögen noch Diskretion, dann nämlich, wenn sich die Zielperson wichtig. machen will. Hey Leute, ich hab hier einen Headhunter an der Strippe, sucht noch jemand einen Job, hörte die Personalberaterin auch schon bei Kontaktaufnahmen.

Mit ihrer one-woman-show gehört sie zu jener Spezies der Berater ,die nach Ansicht von David Kimbell, Chairman von Spencer Stuart, Nummer drei auf der Weltrangliste der Search-Firmen, auch in Zukunft eine Chance im schwierigen Beratungsgeschäft haben. Einzelkämpfer mit hervorragenden persönlichen Verbindungen, werden überleben, so die Prognose des Branchenkenners.

Die Chefin von 15 Mitarbeiterinnen - 12 Frauen, drei Männer - hat ihr Handwerk in 20 Jahren als Marketingleiterin bei Guerlain und Beraterin bei Hofmann, Herbold & Partner , der Nummer sechs unter den zehn größten deutschen Personalberatungsfirmen gelernt. Nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre, mit Schwerpunkt Marketing, baute sie beim französischen Traditionsunternehmen Guerlain diesen Bereich auf, eine Chance, die heute keiner Hochschulabsolventin mehr geboten wird, bedauert sie. Ihr größter Erfolg beim ehemaligen Hoflieferanten Napoleon III war Anfang der achtziger Jahre die Einführung und Plazierung der Pflegeserie Issima als teuerstes Kosmetikprodukt, was bis dato an die Frau gebracht worden war. Ihr Kampf gegen den Widerstand jener , die befürchteten, die Kundinnen würden sich angesichts der Preise eher an den Kopf statt tief in die Tasche greifen, war heftig. Am Ende hatte sie gewonnen und mit ihr Guerlain. Auf die royalblauen Cremetiegel begann ein Run, als seien Diamanten darin versteckt.

Gegen den Strom und viele Widerstände setzte sie ihre Karriere fort, auch wenn diese zwischendrin wegen Heirat und Mutterschaft einen Knick bekam. Statt in London, wie vorgesehen, endete ihr Aufstieg erst einmal in Küche und Kinderzimmer. Heute ist Sohn Guido fast zwanzig Jahre, der Ehemann ein Ex, und der familienbedingte Umweg brachte sie letztendlich sogar besser auf die Zielgerade zum Erfolg. Ich habe die Zeit gut genutzt. Während ihrer Zwangspause traf man sie und Klein-Guido regelmäßig in den Vorlesungsräumen der Universitäten Frankfurt, München und Saarbrücken, wo sie Psychologie studierte. Anders sein als die meisten und besser als alle zusammen, daran arbeitet sie bis heute. Ihre Kunden bleiben ihr treu, weil wir nicht einfach von ihr abgehakt werden und weil sie ehrliche Arbeit leistet und mutig genug ist, auch mal zu sagen, dass sie noch nicht die passende Person gefunden hat, sagt Heinz Trautmann, Verwaltungschef von PriceWatherhouseCoopers. Der Mann weiß wovon er redet, die internationale Wirtschaftsprüfungsgesellschaft arbeitet mit mehreren Personalberatungsfirmen zusammen. Doch die Global Player sind, wie Trautmann sagt, nicht nur zu teuer, sondern arbeiten auch zu anonym. Da macht der erste die Identifikation, der nächste den Kontakt, ein dritter führt die Bewerbungsgespräche und ein anderer verhandelt mit uns. Da ist ihm die Einzelkämpferin lieber, bei der ein kurzer Anruf von ihm genügt, weil sie die Firma genau kennt. Und wenn ein Mitarbeiter, der über Headline kam, Probleme hat, dann steht die Beraterin für ein Gespräch mit ihm zur Verfügung.

Kandidaten, die sie aussucht, unterzieht sie einem mehrstündigen Persönlichkeitscheck: Nur so erkennt man die Blender .Menschen mit allzu glatter Oberfläche und schnurgeraden Lebensläufen sind ihr eher suspekt, auch wenn konservative Branchen, wie Banken und Industriekonzerne diese bevorzugen. Dass Frauen von vielen Personalchef noch immer abgelehnt werden, versucht sie seit Jahren zu durchbrechen.

Warum wollen Sie die Position des Geschäftsführers mit einem Mann statt mit einer Frau besetzen? Diese Frage stellte sie vor 15 Jahren einen Kunden, der eine Spitzenkraft für sein internationales Textilunternehmen suchte. Damals war sie als Personalberaterin bei Hofmann, Herbold und Partner tätig. Die Frage brachte ihr einen Tritt unter dem Tisch von ihrem Chef ein, doch der Kunde nahm es sportlich, begann mit ihr über die Unterschiede von Männern und Frauen zu diskutieren und ihr Arbeitgeber machte das Geschäft des Monats. Der Kunde entschied sich für einen Doppelpack und zahlte zweifaches Honorar. Der Querdenkerin brachte der Coup hohes Ansehen doch weiter kam sie nicht. Ich weiß, dass Sie mehr wollen, aber hier geht das nicht, sagt ihr damaliger Vorgesetzter zu ihr. Die Firma hatte schon eine Karrierefrau. Heidi Schlembach findet die klare Absage noch immer fair, weil ich entsprechend handeln konnte.

Die Büroräume ihrer eigenen Firma liegen im Parterre der Villa aus der Gründerzeit. Das Vordach über dem Eingang stammt aus den 50er Jahren, das Büro ist ausgestattet mit den Designerstücken der 90er. Widersprüche, Gegensätze, das Unerwartete - die Umgebung spiegelt den Charakter der Firmenchefin wieder. Kühle Geschäftsfrau - warmherzige Chefin. Die Menschen sind ihr das wichtigste. Man kann mir jeden Gegenstand wegnehmen, aber Menschen darf man mir nicht nehmen, sagt sie. Eine Moment schaut sie ernst, dann lacht sie und wechselt das Thema.

Zwei Kandidaten präsentiere sie ihren Kunden, es sei denn er bestehe auf mehreren, erklärt sie. Ihre Vorauswahl spart Zeit, auch der anderen Seite. Die Wahrheit erspart sie keiner Seite. So mancher Anwärter, der schon über den Dingen schwebte, fand sich durch sie unversehens auf den Boden der Realität zurückgestellt. Ich werde Ihnen sagen bei wem Sie sich bewerben können, aber ich werde Sie nicht empfehlen. hat so mancher von ihr gehört. Für manchen war es ein Schock. Doch hin und wieder ist er heilsam, wie sie beobachten konnte. Zwei von ihr so Abgewiesene zogen die Konsequenzen. Sie orientierten sich neu, erfolgreich, wie sie stolz sagt. Heute sind beide Kunden von Headline.

Ihr Arbeitstag ist lang. Bis spät in den Abend hinein bekommt sie Anrufe von Kunden, die auf dem Nachhauseweg über Handy in Ruhe mit ihr über die Geschäftspolitik oder die Kandidaten reden wollen und oft erhält sie früh morgens schon wieder die ersten Erfolgsmeldungen. Dann folgt die Hilfe bei der Integration des Firmenneulings, auch, weil Heidi Schlembach gerne Persönlichkeiten in Unternehmen setzt, die anders ticken als der Rest, um frischen Wind ins Unternehmen zu bringen.

Das Ende der Kaminkarrieren in den Großkonzernen, die Nachwuchssorgen der High-Tech-Branche und die Nachfolgeprobleme vieler Mittelständler, stellen den Personalberatern international reiche Beute in Aussicht. Mehr als zehn Milliarden Dollar Honorarvolumen erhoffen sich die Kopfjäger weltweit im Jahr 2000, zwei Drittel mehr als zu Beginn des Jahrzehnts. Fünfundzwanzig bis fünfundvierzig Prozent des ausgehandelten Jahresgehaltes kassiert die Branche, und wer auf Dauer erfolgreich bleiben will, muß mehr leisten als eine halbe Stunde mit einem potentiellen Bewerber zu reden, ihn dann ins Feuer zu jagen , dem Auftraggeber die Rechnung zu schicken um ihm den Kandidaten in zwei Jahren wieder abzuwerben. Es gibt Insider die zynisch behaupten, letztendlich ging es der Branche nur um einen schnellen Warenumschlag. Männer wie Heinz Trautmann fühlen sich deshalb bei einer Einzelkämpferin wie der Headline-Chefin besser aufgehoben , als bei den Großen. Die Mitarbeiter die wir mit Hilfe von Frau Schlembach eingestellt haben, passen nicht nur gut zu uns sondern sind immer noch im Hause. Bei ihr hat er noch nie erlebt, was er bei anderen erleben mußte, dass sie von ihr plazierte Mitarbeiter wieder abgeworben hätte. Klientenschutz ist in einer Branche, die immer schneller wächst, nicht unbedingt gewährleistet und die Jagdgesellschaft gerät inzwischen nicht nur wegen gigantischer Fusionierungen und Börsengänge in die Schlagzeilen der Wirtschaftspresse sondern auch wegen solcher Methoden. Die Vermittlung von Führungskräften in Zeiten von Globalisierung und Fusionierung ist zum hartumkämpften Geschäft geworden und das verändert die Spielregeln. Insider wie Wilhelm Friedrich Boyens, Partner beim Schweizer Branchenpionier Egon Zehnder, beklagte im Managermagazin unlängst die Liefermentalität seiner Zunft. Doch wer wahllos wildert, gefährdet den Bestand. Kopfjägerin Heidi Schlembach setzt deshalb auf ehrliche Arbeit Diskretion, ein gutes Netzwerk bis zu den Chefetagen und das richtige Gespür für Menschen.

Text: Monica Weber-Nau


Wenn Sie Fragen oder Anmerkungen haben, wenden Sie sich bitte an unseren Webmaster.
Copyright © 2005 Headline Personalberatung GmbH. Alle Rechte vorbehalten.
?>
Deutsch
english